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Zauberland – Das Reich der Musikanten

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(Sommer, 2005)

 
Jenseits der Welt der gewöhnlichen Dinge, der Städte und Straßen, der Autos und Maschinen, der Digitaluhren, Fahrscheinautomaten und Imbissketten, existiert eine zweite Welt, anders und herrlich, voller Liebe und Glück, deren Bewohner man gemein als ‚Musikanten‘ bezeichnet. Dies ist die Geschichte ihres Reichs.

In jenem zauberhaften Land der Musikanten funktioniert das Leben nach anderen Mechanismen, als es die Menschen der normalen Welt aus deren Alltag gewöhnt sind. Es gibt keine Probleme, keine Schmerzen, kein Leid und keinen Kummer. Die Sonne scheint einfach immer und nie verdunkeln düstere Wolken den Himmel. Alles ist permanent erleuchtet von tausend Regenbögen, funkelnde Kristalle erhellen die Wege und die Luft ist erfüllt mit einem Duft von Blumen und Glückseligkeit.

Niemals fällt Regen, weshalb keiner der Musikanten jemals eine Regenjacke benötigt. Überhaupt steht jeglicher weltlicher Besitz zur Disposition und wird im Großen und Ganzen als Luxus und verderblicher Ballast angesehen, als fraglich, überflüssig, womöglich sogar als verwerflich. Die Musikanten brauchen wenig bis gar nichts, zumindest an materiellen Besitzes. In Folge dessen ist ihre Währung eine andere und gänzlich verschieden. Ihre Häuser sind aus Träumen gebaut und ihre Nahrung besteht aus Liebe und schönen Ideen. Wo ein Arbeiter auf einen gewissen Stundenlohn bestehen muss, um seine weltlichen Verpflichtungen erfüllen zu können, beispielsweise das Bezahlen von Rechnungen oder die Versorgung seiner Familie, nährt sich der Musiker vom Applaus des Publikums und vom lieblichen Klang des Lachens der Kinder. Seine Skala ist schlicht eine andere. Er kennt nicht die Last der Verantwortung, bleibt stets frei und ungebunden, wie ein Vogel im Himmel.

So wachsen ihre Körper zu großen und starken Titanen und Titaniden heran, modelesk und unverwundbar, weil sie nicht von den synthetischen Giftstoffen der Industrie und der Wirtschaft berührt werden. Sie benötigen keine Krankenversicherungen, denn es gibt in ihrem Reich keine Krankheiten. Die wenige Kleidung, welche sie besitzen, dient lediglich zur Bedeckung ihrer Scham, denn das Klima ist stets angenehm warm und eine modische Selbstinszenierung wäre ihnen unangemessen. Zu gerne stellen sie ihre vollkommenen, athletischen Körper zur Schau, wandeln in einer ständigen Aura pulsierender Erotik, als ständige Verheißung des leidenschaftlichen Geschlechtsverkehrs, welchen sie unablässig praktizieren. So fristen sie ihre Tage in nicht endenden Orgien, wilden Drogenexzessen und ständigem Rausch, stets in der Erfüllung ihrer Berufung, des richtigen Tons und der lieblichen Melodey, voller Freude und Unschuld.

Ihre Sprache ist sinnfrei und unverständlich, dennoch scheinen ihre Besuche den grauen Alltag der normalen Welt in einer rational nur schwer erfassbaren Weise zu befruchten und zu bereichern, und man ruft sie zu gern ihre Kunst und ihr Wesen zu teilen, um zu erfreuen, zu bezaubern und zu unterhalten. Gene belohnt man sie dafür in der weltlichen Währung, wenn auch nur symbolisch und in geringem, leicht verschmerzbarem Umfang, da Geld für sie ohnehin keine Bedeutung hat. Die Musikanten wissen für gewöhnlich auch mit jenem symbolischen Obulus nicht umzugehen, zeigen sich wenig dankbar und geben das Erhaltene ebenso schnell wieder hinfort, wie sie es verdienten. Doch wie sollten sie auch ein Gefühl für den Wert von Geld, welches üblicherweise durch Quotienten von Arbeit und Zeit erwirtschaftet wird, erlangen, wo sich doch ihr Leben und ihre Welt von Schwärmerei und Poesie speist? Die Sorgen von hart arbeitenden Menschen sind ihnen fremd, denn sie wandeln auf einer Wolke der Sorglosigkeit und betten sich in ein Blumenmeer herrlicher Phantasien, getragen von der grenzenlosen Allmacht der schönen Künste.

Der Gram über hohe Benzinpreise ist ihnen fremd, denn sie besitzen keine Autos, sondern reiten auf Einhörnern oder Pegasoi. Niemand belästigt sie mit Forderungen nach Steuerrückzahlungen oder Rundfunkgebühren, denn die Ordnung ihrer Welt speist sich aus der Liebe in der Luft und für die essentiellen bürokratischen Strukturen hiesiger Art fehlt ihnen schlicht der zum Verständnis notwendige Hirnlappen. Die erdrückende Last von nur schwerlich begleichbarer Schulden ist ihnen gänzlich unbekannt, den es gibt nichts im Reich der Musikanten, was nicht mit einem Kompensationsgeschäft durch einen satirischen Vers oder eine leidenschaftliche Rhythmisierung zu begleichen wäre. Kapitalistisches Streben, die Anhäufung von Reichtum, die Vorsorge für das Alter, alles Kategorien ohne Belang, ohne Relevanz, welchen man im Reich der Musikanten nur mit einem müden Gähnen begegnet. Weniger spannend als Euphorie, Ekstase und von Schweiß glänzende, erigierte Penisse und von Erregung und Fruchtbarkeit tropfende Vaginas, wie Diskurse um existentielle, philosophische Fragen zur Preisung und Verehrung eines wahren und endgültigen Hedonismus.

Uns, die wir in der realen, echten und natürlichen Welt der Dinge leben, scheinen jene Geschöpfe und ihr eigenartiger Kosmos befremdlich, mit unter sogar beängstigend und unsere Ordnung gefährdend. Ihre Lebensart stört unseren Frieden und droht unsere Gesellschaft zu unterwandern, unsere Jugend zu verführen und unsere sozialen Kassen zu schröpfen. Wir genießen die Besuche der Musikanten, doch ersehnen nach der Ausgelassenheit des Festes ihre baldige Rückkehr und danken Gott für jedes unzerbrochene Glas, jede ungeschwängerte Tochter und allgemein jede ungeschehene unschöne Spur des ausländischen Besuches. Das gestillte Verlangen nach Andersartigem möge eine Weile anhalten und jene derweil fernbleiben, um die Ablenkung von tatsächlich Wichtigem zu vermeiden.

Unsere klügsten Wissenschaftler haben aus diesem Grund eine Technologie entwickelt, welche es uns erlaubt, den Glanz des Reiches der Musikanten in unsere Welt einzulassen, wobei es gleichzeitig einer physischen Präsenz ihrer Bewohner nicht länger bedarf. Kleine mechanische Englein, wunderwerke modernster Ingenieurskunst, von leistungsstarken Supercomputern gesteuert und von superfunktionsfähigen Mikroreaktorbatterien betrieben, saugen den Musikanten ihren kostbaren Lebensquell aus den kreativen Knochen und tragen ihn durch die Lüfte über die Grenze der beiden Reiche zu uns. Der gelieferte Rohstoff wird in speziellen Raffinerien angereichert und zur perfekt dosierten Abgabe an unsere anständigen Staatsbürger aufbereitet und portioniert. In seiner raffinierten Form haben wir der Substanz die technische Bezeichnung „C234-F“ gegeben. Die empfohlene Dosierung basiert auf Werten der berühmten soziologischen Studien unseres verehrten Doktor Loews, welche den durchschnittlichen Konsumenten in angemessenem Maße stimulieren, ohne dabei eine grundlegende Verschiebung seiner Arbeitsparameter zu bewerkstelligen. Aktuelle Werte belegen die glänzende und reibungslose Funktionsweise unserer Technologie, eine beispiellose Effizienz hinsichtlich der importierten Güter, bei gleichzeitig minimalen Nebenwirkungen oder gar schädlichen Begleiterscheinungen und die damit erlangte Autarkie unseres herrlichen Reiches.

Nach jener empirisch-belegten Feststellung haben wir damit begonnen die Grenzen unseres Reiches zu sichern und gegen zukünftige Besuche aus dem Reich der Musikanten abzuschotten, um den Mechanismus weiter zu optimieren, sogar perfektionieren. Mit Mitteln des Verteidigungsetats wurde ein unüberwindbarer Grenzwall aus extrem widerstandsfähigem Nanoteflon errichtet, vollautomatische Laserraketen-Selbstschussanlagen schützen den Sicherheitsbereich und eine eigens abgestellte Spezialeinheit unserer Truppen überwacht und kontrolliert zusätzlich den gesamten Grenzbereich, womit jegliche unkontrollierte Immigration unmöglich gemacht wurde. Die Zahlen sprechen bereits die deutliche Sprache des Erfolges und das Parlament lobt die Maßnahmen des gesamten Projektes mit wohlwollenden Worten.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die eingesetzten Ernteflugdrohnen nun bereits nach wenigen Monaten im Einsatz eine sinkende Gewinnspanne des geförderten C234-Fs verzeichnen. Der Ertrag entwickelt sich rückläufig hinsichtlich der Quantität, wobei gleichzeitig die benötigte Zeit zur Gewinnung der Substanz steigt. Wie wir aus Daten unserer Aufklärungsdrohnen wissen, liegt die Ursache hierfür an einer ebenfalls rückläufigen Entwicklung der Lebenserwartung jener Musikanten, von welchen wir die Substanz gewinnen. Jene Entwicklung mag zunächst alarmierend anmuten, doch unsere Spezialisten haben uns versichert, dass die geförderte Menge an C243-F bei konstanter Dosierung mit aller Wahrscheinlichkeit noch mindestens bis ins Jahre 2021 zur stetigen Versorgung unserer Bevölkerung ausreichend sein wird, bevor der nicht mit Garantie zu erwartende Fall eintritt, dass bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich alle Musikanten gestorben sind und infolgedessen die Rohstoffgewinnung zum Erliegen kommt. Hierbei handelt es sich um hypothetische Hochrechnungen basierend auf aktuellen Zahlen, wobei deren konstante Entwicklung erst noch beobachtet werden muss.

Unsere Wissenschaftler haben jedoch bereits erste Erfolge bei der Synthetisierung von C234-F und dessen gentechnischer Reproduktion im Labor erzielt. Die Prognose der Fertigstellung einer einfach zu reproduzierenden und kostengünstigen, künstlichen Alternative zum Wirkstoff C234-F bis zum Jahre 2021 scheint unseren Spezialisten durchaus realistisch und würde somit auch die zukünftige Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Ob mit dem Synthetikum jedoch vergleichbare Effekte erzielt werden können, muss allerdings erst durch Versuchsreihen in der Praxis ermittelt werden.

(gezeichnet: Oberst Kahn, Sprecher der Republik)

 
 



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Die Mona Lisa

Leider kann die im Hintergrund verwendete Farbe auf Ihrem Gerät nicht angezeigt werden, weil sie in dem Ihnen angezeigten Farbspektrum nicht existiert. Vielen Dank an Herrn Schmieder für die Fotografien, sowie deren Übermittelung. (Referatsleitung / München, 2015)

 
 



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Cum Poetri.

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Wenn zu Beginn des Tages
alles schon riecht nach Hades
Innereien von Gedanken
ganz elendig erkranken
Dein Seien siecht und west
verschimmelt, wo du stehst
dann sei kein Dieter Nuhr
und wage die Zäsur!

(Gut gemeinter Rat, 2015)

 
 

Ein Mann las in der Bahn
in einem kleinen Buch
doch war ganz offensichtlich
darin ein rotes Tuch

beinah‘ nach jedem Satze
blickte er fragend auf
als nähme die Geschichte
einen kryptischen Verlauf

Sein Blick war tief bedenklich
erschüttert und verstört
als wenn ein‘ jede Zeile
Welt erschafft und Welt zerstört

Geheim bleibt die Lektüre
wie deren Zauberei
Wir erreichten einen Bahnhof
die Reise war vorbei

(Wahre Geschichte, 2015)

 
 

Kunst ist schön.

Wer Kunst hat, hat mehr Zeit.

Kunst macht selbstbewusst.

Kunst kann trösten, retten, ablenken, aufbauen, stärken, helfen, versüßen, verzaubern, erfüllen.

Kunst kann verbinden, vereinen, verewigen.

Kunst macht glücklich.

Manche Menschen bezahlen für Kunst.

Kunst ist nie umsonst.

Manche Menschen leben von Kunst, manche leben von der Kunst anderer.

Kunst verkauft Shampoo und Abonnements.

Kunst funktioniert.

Kunst kann Routine werden oder Zwang oder Schlimmeres.

Kunst ist Macht.

Kunst kann süchtig machen.

Kunst kann scheitern, frustrieren, provozieren, verärgern, verzweifeln, verderben, unterwerfen, demütigen.

Kunst kann weh tun.

Kunst kann dein Leben zerstören.

Kunst kann dein Leben retten.

Kunst kann alles verändern.

Kunst könnte der Sinn des Lebens sein, denn alles Leben entsteht aus Kunst.

Kunst erschafft Kunst,
erschafft Kunst,
erschafft Kunst.

Voll meta.

(Liebe, 2015)

 
 

Es war mir einst nach Stille
nach Ruhe vor dem Ich
denn Sein in seiner Fülle
war laut und widerlich

So suchte ich den Trubel
mich im Strome zu verlieren
den Sog der Lichter Strudel
um im Nichts zu existieren

Ich nahm die Hand vom Steuer
senkte meinen Blick
war ohne Ziel und Richtung
und mein Dasein fiel zurück

Im flimmernden Getöse
wo jedes Teilchen fluktuiert
verschwammen die Gedanken
waren automatisiert

Doch in der Tiefe des Darinnen
kam es, dass der Nebel wich
und mit heimkehrenden Sinnen
gewahr ich letztlich: mich

(Selbstversuch, 2015)

 
 

Ich wär‘ gern dein Freund
denn ich mag dich sehr
doch dein Freund zu sein
fällt mir wahnsinnig schwer

Es quält mich die Hoffnung
Ich erwarte zu viel
für mich ist es Leiden
für dich ist es Spiel

Du kannst mich haben
doch nimm mich gleich ganz:
meine Liebe, mein Herz,
mein Arsch und mein Schwanz

(Zone der Freundschaft, 2015)

 
 

Seit einem Jahr hatte ich bereits kein Wasser getrunken.

Man gab mir ein bescheiden befülltes Glas und wies mich an, dessen Inhalt für eine gewisse Zeit im Inneren meines Mundes zu verwahren.

Ich tat, wie mir geheißen, widerstand dem Drang, welcher mich an den Rande des Wahnsinns zu führen drohte, und es war kein Tropfen meine trockene Kehle hinunter gewandert, als ich das Glas zurückgab.

Man lobte meinen starken Willen und ich starb.

(Abstinenzversprechung, 2015)

 
 

Quietschigste Blume
des Frühlings erblühend
reifend, erstarkend
vor Lebenslust glühend

Sich erhebend, sich reckend
gen Gott und der Welt
wider Würmern und Schnecken
ihr Antlitz tapfer sich stellt

Das Herz wird mir schwer
Es rührt mich gar sehr
Würd‘ gern in der Vase sie sehen

Doch von Entwurzelung droht
Gewiss ihr der Tod
Drum‘ lass ich sie wehmütig stehen.

(Campanula Patula, 2015)

 
 



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summer in munich.

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Der Gestalter, der ist Gottes gleich
denn er beherrscht den Raum
sein Urteil, das ist absolut
man zweifelt daran nicht.

Die Figuren sind in seiner Hand
dem Willen zum Gespiele
Aus Launen bringt er Heil und Zank
denn Launen hat er viele.

Der Gestalter, der ist nichts als Dreck
gebrochen vom Erdenken
er leidet unter seiner Pflicht
Erschaffenes zu lenken

Das Leid der Fehlerhaftigkeit
es raubt ihm nachts den Schlaf
sodass er leise in sich wünscht
er sei nicht Hirte, sondern Schaf.

 
 
 

 



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message from lale.

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neuer/alter Teppich

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La Guillotine

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Funk aus dem Walde.

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Schönen Tag! – Karl Maria Beneman & der tantrische Gesangszirkel

Karl Maria Beneman / Gesang, Gitarre
der unglaubliche Party-Schorsch / Bass
Conny Ramsteiner / Gesang
Sascha Lüer / Gesang, Klarinette
Ras Monjane / Percussion

Vera Maria Brückner / Kamera, Ton
Tobias Rehm / Kamera
Adubta / Audiomix
Beneman / Postproduktion

// Funk aus dem Walde
Perlacher Forst, 2011

funkausdemwal.de

 



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